Pressestimmen zu SHADES OF DAWN
( international reviews ? click here )


Reviews zu Konzerten

Reviews zur CD "The Dawn Of Time"

Reviews zur CD "From Dusk Till Dawn"

Reviews zur CD "Graffity's Rainbow"


Konzertreviews


Shades of Dawn sprengt die Bühne

Düsseldorfer Band präsentiert ihren Progressive-Rock-Sound im B3

Bombastisch ist es am Samstag im B3 zugegangen. Nicht nur räumlich drohte die Bühne beim Konzert von "Shades of Dawn" aus den Nähten zu platzen. Auch musikalisch sprengten die fünf Musiker mit ihrem symphonischen Sound den Rock-Rahmen. Die Düsseldorfer Band hat sich ganz dem Progressive Rock verschrieben, wie er in den 70-er Jahren mit Bands wie Pink Floyd, Yes und Genesis seine Hochzeit hatte:  Dicke Klangteppiche aus Synthesizer- und Orgelklängen, lange Soli und komplexe Songstrukturen mit zahlreichen Dynamik- und Tempowechseln bestimmen die Musik der Fünf.  Um diesen voluminösen Sound auf die Bühne zu bringen, treten Shades of Dawn" gleich mit zwei Keyboardern an. Der Mikrofonständer von Gitarrist und Sänger Hans-Jürgen Klein fand deshalb  nur vor der Bühne Platz. Schon das lange Intro aus atmosphärischen Klängen der beiden Keyboarder
Peter Schneider und Bernhard Marx (letzterer glänzte auch mit klassisch inspiriertem Klavierspiel und als Saxophonist) zeigte an, wohin die Reise geht: In eine Musikwelt jenseits von  radiotauglichen 3-Minuten-Liedern. Kaum ein Stück von "Shades of Dawn" unterschritt die  Zehn-Minuten-Marke. Jeder Musiker kam im Verlauf des Konzerts zu seinem solistischen Recht. Und da auch für Progressive Rocker die Zeit nicht in den 70-ern stehengeblieben ist, fügte  Gitarrist Klein mit seinen Soli dem Bandsound eine Prise Hardrock hinzu - gerade genug, um die  komplexe Musik der Düsseldorfer zu erden. 

So voll die Bühne mit Musikern und Equipment war und so sehr der Raum mit den vielschichtigen Klangwelten von "Shades of Dawn" gefüllt war - in den Zuschauerraum des B3 hätte noch der ein  oder andere Zuhörer mehr gepasst. Die, die gekommen waren, erlebten aber einen gelungenen Abend mit Musik, die Hirn und Bauch gleichermaßen ansprach. 

Westfalenblatt, 26.10.2010

»Shades of Dawn« locken etliche Fans in den Piumer Kulturbahnhof
und begeistern mit abwechslungsreicher Musik

Mit Alben wie »The Dawn of Time« und »From Dusk Till Dawn« machten sie sich einen Namen, nun verschlug es »Shades of Dawn« auch ins Piumer B3, wo die Band am Samstagabend die Anhänger melodischer Rockmusik begeistern konnte.
Einflüsse von altbekannten Bands wie Yes und Pink Floyd sind unbestreitbar, 
aber ein eigener Stil ist klar zu erkennen, schrieb einmal das Empire-Magazin über die 
fünf erfahrenen Rocker aus Düsseldorf. Das B3 wurde uns als guter Live-Schuppen empfohlen und dann gezielt gebucht, erklärte Frontsänger Hans Jürgen Klein, wie es die Musiker ins beschauliche Borgholzhausen geschafft hatten. "OWL? Was ist das?", machte er auch deutlich, dass die Band am Samstag ihren ersten Auftritt im Altkreis Halle zu bestreiten hatte.  Dennoch, so waren sich alle fünf einig, "gefällt es uns hier sehr gut." Das machte Frontmann Klein besonders an der Atmosphäre im B3 fest, die die Band sofort in die richtige Stimmung versetzt hatte. Mit ausschließlich selbst geschriebenen Songs wie »Empty Vessels«, »Plenty of Gold« und »Ulysses Rollercoaster« gaben die fünf gefühlvolle Songs mit rockigem Hintergrund zum Besten und fesselten dabei die Aufmerksamkeit des Publikums auf die ungewöhnliche  Vielfalt, die die seltene Kombination aus Instrumenten möglich machte. An insgesamt fünf Keyboards tobten sich Bernhard Marx und Peter Schneider aus, das Schlagzeug spielte Drummer Chris Struwe. Dazu spielte Klaus Lohr einen sechsseitigen Bass und unterstützte Hans Jürgen Klein, der Gitarre spielte und mit seiner sanft-rauchigen Stimme auch für den Gesang zuständig war. "Ich bin jetzt seit 2007 dabei," gab Pianist Bernhard Marx zu, dass er das jüngste Mitglied der Band sei. Die Band »Shades of Dawn«, so erklärte Gründervater Klein, gäbe es aber schon seit 1993.
Bereits 1994 erschien dann das erste Album »The Slaughterhouse Tapes«, 1998 folgte darauf »The Dawn of Time«. Ihr aktuelles Album »From Dusk Till Dawn« ist nun seit 2007 im Handel erhältlich. Nachschub ist allerdings schon in Arbeit. "Graffity‘ s Rainbow liegt der Plattenfirma schon vor "zeigte sich Hans Jürgen Klein stolz auf das jüngste Werk der Progressive Rock Band.  In Kürze wird dann auch dieses Album auf dem Markt erscheinen und die Welt der melodischen Rockmusik um vier einzigartige Kompositionen bereichern.

Haller Kreisblatt (Oktober 2010)



Shades of Dawn
1. Wuppertaler Krautrockfestival 06.09.2008
 

Die Düsseldorfer Formation Shades of Dawn, die im Laufe ihres Bestehens schon einige Besetzungswechsel hinter sich hat, war dann als zweites an der Reihe. Als Gründungsmitglieder der in 1994 gegründeten Band, sind heute noch Sänger und Gitarrist Hans Jürgen Klein, Keyboarder und Sänger Peter Schneider sowie Schlagzeuger und Sänger Christopher Struwe mit von der Partie. In den letzten Jahren sind neu hinzugekommen der Bassist Klaus Lohr und der zweite Keyboarder und Saxophonist Bernhard Marx. In dieser fünf Mann starken Formation traten sie auch in Wuppertal an, allerdings ohne dass Bernhard sein Saxophon auspackte.
 
Bisher existieren mit „The Dawn of Time“ und „From Dusk Till Dawn“ zwei Alben der Band, die allerdings älteres Material beinhalten und in anderer Besetzung eingespielt wurden. Da mich diese Alben, die neben Krautrock vor allem Elemente des Progrocks aufweisen, bisher nicht so ganz überzeugen konnten, war ich etwas skeptisch von dem, was mich live erwarten würde. Die Fünf überzeugten mich aber schon nach wenigen Minuten mit den Liveversionen von Stücken der beiden zuvor genannten Alben, sowie zwei neuen Stücken, die auf dem kommenden Album (voraussichtlich in 2009) erscheinen werden.
 
Mit ihrem sehr proggigen Stil, den sie unter anderem auch mit recht symphonischen Parts würzten und der u. a. auch durch die beiden Keyboards sehr an frühe Phasen von Bands wie zum Beispiel Genesis oder Camel, aber auch an Uriah Heep erinnerte, konnten sie voll beim Publikum punkten, was sich von dem Auftritt sehr angesprochen fühlte.
 
Sehr schöne Soli, druckvolle Passagen (vor allem durch die Rhythmussektion um Schlagzeuger Christopher Struwe und Bassist Klaus Lohr) sowie der für meinen Geschmack ausgereiftere Gesang machten den Auftritt zu einem richtigen Genuss. Wie es sich für guten Prog gehört durften auch die Tempowechsel in den gut arrangierten Stücken nicht fehlen. Neben diesen positiven Eindrücken hatte ich darüber hinaus das Gefühl, als würden sich die Melodien der Liveversionen viel besser in meinen Gehörgang einnisten.
 
Shades of Dawn lieferten einen wirklich tollen Auftritt ab, aufgrund dessen ich mich mit ihren bisherigen Veröffentlichungen noch einmal intensiver beschäftigen werde. In jedem Fall bin ich aber auf das neue Album gespannt, denn die bisher unveröffentlichten Stücke wie das viertelstündige „Empty Vessels“ oder das mehr als zehnminütige „Battle Won And Lost“ machen Appetit auf mehr. 

Musikzirkus

Von wegen Krauti, hier wurde gerockt: Am 6. September fand in Elberfeld das 1. Wuppertaler Krautrock Open Air statt, inmitten des Naherholungsgebiets und umgeben von Felswänden. Mit der dort gelegenen Waldbühne auf der Hardt war für die optimale Location gesorgt, fehlten also nur noch die richtigen 4 Bands.
 
...  Weiter ging es mit der Düsseldorfer Progressive-Rockband Shades Of Dawn. Mit ihrem melodiösen Sound in der Tradition von Pink Floyd oder Yes, verpackt in eine hervorragende Performance, avancierten sie zur Überraschung des Abends. Auch ihre Alben, sowohl The Dawn Of Time (1998), als auch From Dusk Till Dawn (2007), erhielten im In- und Ausland hervorragende Kritiken. Nach einigen Besetzungswechseln liefert die Band mit neuem zweiten Keyboarder und neuem Bassisten wieder stimmungsvolle Live-Auftritte in alter Form. Für 2008 ist noch die Veröffentlichung ihres dritten Albums Graffity's Rainbow geplant.  ....

Regioactive

Nach kaum merklicher Umbaupause kam die zweite Band des Festivals, Shades of Dawn, die Band mit der jüngsten Vergangenheit. Gegründet anno '93, und seither auch schon einige Personalwechsel, haben sie sich dem Prog und Artrock verschrieben. Sind aber im eigentlichen Sinne für mich keine Krautrocker mehr ( ...und jetzt fragen bestimmt ein paar wieder, was ist denn nun Krautrock ?... für mich eine deutsche Zeiterscheinung der hiesigen Rockmusik mit all ihren Schattierungen und Ablegern bis ca. 1975 – das als meine Kurzdefinition! ) Der Düsseldorfer „Fünfer“ mit den zwei Keyboardspielern Bernhard Marx und Peter Schneider, sowie Chris Struwe, Drums, Klaus Lohr, Bass, und Leadsänger / Gitarrist Hans-Jürgen Klein haben bisher ebenfalls schon drei Tonträger veröffentlicht. Aber für mich musikalisch noch ein unbeschriebenes Blatt. Als die Jungs ihren unangepassten, nicht mainstream kompatiblen Sound, irgendwo zwischen Genesis, ELP, Yes, Pink Floyd und ähnlichem anspielten, war bei den meisten Zuhörern Staunen angesagt. Die meisten hörten irgendwo bekannte Anleihen der schon genannten Bands heraus, aber SOD hatten ihren Songs, meist um die 10 Minuten Dauer, einen völlig eigenständigen Charakter gegeben. Vom musikalischen Niveau her legten sie ein absolut professionelles Set hin. Klar dominierten - bei einer Band mit zwei Keyboardern - die Tasten und auch der Bombast kam nicht zu kurz, man hat aber gemerkt, dass die fünf Musiker hinter ihrem Sound stehen und ihn mit Leidenschaft präsentierten.

 

German Rock Magazin

Bilder des Events


Gesehen! Shades of Dawn / 
23.08.2008, Bonn, Mausefalle 33 1/3

It's a New Dawn

Großartig, das Progrock-Phänomen Shades of Dawn in der eigenen Heimatstadt sehen zu können - und dies dann noch auf Bonns wohl geschmackssicherster Clubbühne, bekannt für größtmögliche Bandnähe und faire Eintrittspreise. Mit im Verlauf des Abends steigender Tendenz waren etliche Gäste auf das kunstsinnige Angebot eingegangen, das Konzert der Düsseldorfer zu besuchen. Und sie wurden nicht enttäuscht.
 

Das sanfte Intro des noch in ruhigeren Midtempo-Fahrwasser verharrenden "Plenty of Gold" gefiel durch die schönen Gitarrenlinien von Bandboss, Gitarrist, Hauptkomponist und Sänger Hans-Jürgen Klein. Das gleichfalls vom "The Dawn of Time"-Album stammende "Threads of Reality" drückte schon etwas mehr auf die Bombasttube, für die Shades of Dawn bekannt sind. Sehr positiv stachen hier der live viel kräftiger und sicherer als auf der Album-Version ausfallende Gesang Kleins und die zusätzlichen Klangfarben heraus, die das Stück durch die Saxophon-Beiträge von Bernhard Marx gewinnt, einem der beiden Keyboarder des Quintetts. 

 

Das noch unveröffentlichte, für das nächste Album "Graffity's Rainbow" geplante "Empty Vessels" wird vom zweiten Tastenmann Peter Schneider gesungen. Obwohl uns noch nicht vorab bekannt, beeindruckte es als eines der stärksten Stücke des Abends. Die komplexen Arrangements, die Tempowechsel (inklusive einer knalligen Marscheinlage) sowie die starken, hängenbleibenden Melodien brauchen sich vor wenig im selben Genre zu verstecken. Und das lässt sich als seventies-beeinflusster Britprog der Provenienz Genesis, Camel, Yes, Pink Floyd mit teils deutlichen Krautrock-Beimengseln beschreiben. Beispielsweise beim nun folgenden "Thunder" erinnerten Kleins Gesang und Schneiders Keys in vielem an große Kraut-Vorbilder, der Rest an legendären Britprog.

 

Jürgen Fritz' Triumvirat zu seinen allerbesten Zeiten schien aufzuerstehen, als Marx das Magnum Opus "Ulysses Rollercoaster" mit dem noch von seinem Vorgänger Cyrill Stoletzky geschriebenen Flügel-Showpiece "Toccata con fuoco" einleitete. Ein sahniges Wahwah-Solo von Klein folgte, der inzwischen vollkommen warm geworden schien, auch schon mal lächelte und in bester Zappa-Manier die Band dirigierte. Seine Soli sind sehr songdienlich, gespickt mit auch mal langsam jubelnden, geschmackvollen Tremolo-Passagen, und können, ohne wirklich zu zitieren, ganz nach Wunsch mal mehr nach Steve Hackett, mal nach Andy Latimer, mal nach Steve Rothery klingen.

 

Der Song mit dem leicht prätentiösen Titel "The Silent Death of a Mother's Heart" hub mit einem nahezu "dreckig" klingenden Gitarrenintro an. Noch unveröffentlicht dann wieder "A Battle Won and Lost", bei dem die etwas tiefere, kernigere Gesangsstimme von Drummer Struwe neue Akzente setzte. "Lost In Reverie" und mit "The Eternal Recurrence of The Same" abermals ein noch ungehobener Schatz beschlossen das starke Konzert. Gerade der Rausschmeißer begeisterte mit viel Dramatik, einem tollen Kopfstimmenpart von Klein (wie von Geoff Mann/Twelfth Night auf "Sequences") und wieder starken Pianopassagen. Insofern konnte man - jedenfalls im Vergleich mit dem ja teils 14 Jahre alten Material von CD - mit dem alten Grace Slick-/Woodstock-Zitat wirklich sagen: "It's a New Dawn!"

 Pop Frontal


Konzert der Krautrocker ein Leckerbissen 
Konzert im Schlossmuseeum Jever am 08.09.2007

Viele Hundert Fans haben Bands und Atmosphäre genossen.

Doch zunächst muss unbedingt über die Vorgruppe berichtet werden, denn mit "Shades of Dawn" aus Düsseldorf waren die wohl angesagtesten Vertreter des Art- oder Progressive-Rocks in deutschen Landen eingeladen worden. Im Stil von "Yes", Pink Floyd und ein wenig auch Uriah Heep legen sie mit gleich zwei Keyboardern wahre Rock-Symphonien vor. Seit 14 Jahren gibt es diese Band bereits, und trotz etlicher Personalwechsel klingt sie ebenso kompakt wie filigran in ihren bombastisch aufgebauten Stücken, die die Musiker deshalb selbst in das Genre Bombast-Rock einordnen: kraftvolle Gitarrensequenzen, ausdrucksstarke Melodien und eindringliche Keyboardpartien türmen Klangfaszinationen in langen Kompositionen auf – als würde Richard Wagner sich intellektuell gefärbter Rockmusik hingeben.

Jeversches Wochenblatt

Der komplette Artikel kann hier gelesen werden



Jever 2007 09 08 Konzert Shades of Dawn

Bevor die Altrocker von Jane in Jever auf die Bühne kamen, gab es noch einen Set mit der Düsseldorfer Band „Shades of Dawn“. Die rund 300 Zuschauer hatten mächtig Spass an den Jungs, die musikalisch sicher auf der Schiene von Jane anzusiedeln sind.
Knackiger Gitarrenrock mit viel Keyboards und immer wieder Kompositionen, die an Bands wie Pink Floyd erinnerten. Genau das Richtige für die Jane-Gemeinde, die sich prima unterhalten fühlte. In dem Innenhof des jeverschen Schlosses ging s rund 60 Minuten ganz heftig ab, die gute alte Schlossherrin Maria hätte wohl auch ihre Freude gehabt. 

Flickr


Mehr als 300 Fans drängten sich am Sonnabendabend im engen Innenhof des Schlosses in Jever, wo die Düsseldorfer Band "Shades of Dawn" kurzfristig mit progressivem Rock und epischem, dabei nicht zu düsterem Klang als Vorband für die rechte Stimmung sorgte.


Nordwest Zeitung NWZ


Shades of Dawn – Progressive Power

Konzert im Millenium-Music Club in Neuss, 17.01.2003
Im Vorprogramm ‚After Midnight’.

Dann begannen Shades of Dawn. Ich hatte bisher diese Band nur vom Hörensagen her gekannt, noch nie die Gelegenheit gehabt, die Musik zu hören. Entsprechend überrascht, ja begeistert stellte ich fest, welche Perle ich da kennenlernen konnte. Warum? Nun, da gibt es mehrere Gründe. Erstens mal standen da durchweg gestandene Musiker, die ihre Instrumente auf unglaublich professionelle Art beherrschten, das können vielleicht noch viele. Zweitens traf die Musik mit überwältigenden klanglichen Kompositionen ohne Respekt vor kommerziellen Gesichtspunkten genau meinen Geschmack. Und drittens entsprach die Besetzung mit Gitarre, Bass, Schlagzeug und zwei Keyboardtürmen (insgesamt 9 Tasteninstrumente!) einfach meiner Vorstellung von Progressive/Art- Rock.
Alles einzeln betrachtet mag auch noch hin und wieder anzutreffen sein, entscheidend ist, was man draus macht. Und da überzeugten die 5 Musiker voll und ganz. Keine langweiligen oder gar übertrieben abgefahrenen Experimente sondern klug abwechslungsreiche Mischung aus Keyboardsounds, die wie eine warme kuschelige Decke ein wohliges Bett für Gitarrensoli und harte Rhythmusattacken bereiteten ließen den geneigten Zuhörer in einen träumerischen, sphärischen Zustand verfallen, der am besten mit dem Wort Genuss beschrieben werden kann.
Es kann kaum verwundern, dass sich die Band in der Tradition solch klangvoller Namen wie YES, PINK FLOYD, CAMEL, KANSAS und STEVE HACKETT sieht, das ist keine Anmaßung sondern eine Zustandsbeschreibung. Die einzige Düsseldorfer Art-Rock-Band spielt hier mit viel Gefühl die Karte ‚Sinfonie der Klänge’ und keiner kann sich diesen musikalischen Traumbildern so leicht entziehen. Wer mehr über die Band erfahren möchte, kann dies auf ihrer Homepage tun, und solltet Ihr mal in der Lage sein, einen der seltenen Auftritte dieser Edel-Rocker besuchen zu können, zögert nicht!

Harald Stimpel – German Rock Magazin


SHADES OF DAWN / AFTER MIDNIGHT

Neuss, Kontakt Erfttal (17.01.2003)

Reichlich Zuschauer versammelten sich am 17.01.2003 in der Begegnungsstätte Kontakt Erfttal um dem langerwarteten Auftritt der Düsseldorfer Prog Rocker Shades of Dawn zu lauschen. Als Support konnten sie die Heilbronner Formation After Midnight gewinnen.

Nach einer kleinen Umbaupause erklommen Hans Jürgen Klein (Git., Lead Vocals), Peter Schneider (Keys, Vocals), Cyrill Stoletzky (Keys, Piano), Chris Struwe (Drums, Vocals) und Bandyoungster Chris Wälter (Bass) die Bühne um ein 2-stündiges Feuerwerk bombastisch melodischen (Neo-)Progs abzufackeln. Freunde ausgefeilter Arrangements der guten alten Tradition mit Songlaufzeiten von nicht selten über 15 Minuten kamen voll auf ihre Kosten. Shades of Dawn lieferten eine geschlossene und druckvolle Bandleistung wobei mir Keyboarder Cyrill Stoletzky durch seine gelegentlich klassisch anmutenden Pianopassagen (z.B. in "Toccata con fuoco‘) besonders imponiert hat. Hier macht sich die klassische Ausbildung bezahlt und sorgt für starke Momente in den konzeptionell angelegten Longtracks. Interessanterweise sind die bisher unveröffentlichten Stücke beim Publikum am besten angekommen. Ein Antikriegsstück mit dem Titel "The Silent Death Of A Mother‘s Heart" zählte sicherlich zu den Highlights des Abends. Wie mir Hans Jürgen Klein nach dem Konzert erzählte, stammt dieser Song vom bisher unveröffentlichten Debütalbum, welches vollständig auf Band vorliegt, aber wegen verschiedener Besetzungswechsel seinerzeit nicht auf Platte erschienen ist. Dies soll allerdings kurzfristig nachgeholt werden und zusammen mit einem neuen Album das Licht der Welt erblicken. Also jede Menge Pläne im Hause Shades of Dawn!

Empire Magazin


Progparade III – An evening of Progressive Music

Shades Of Dawn/ Cromwell/ Alias Eye
Neustadt/ Weinstr., 16.02.2002

Die Düsseldorfer Band Shades of Dawn eröffnete das Festival überzeugend. Nach langer Live- Pause mit einigen Umbesetzungen (und einem versierten Aushilfsbasser) spielte die Band um Gitarrist und Sänger Hans- Jürgen Klein ihren 70ies Artrock mit deutlichen Anleihen an Eloy, Camel, ELP und vielleicht einem Schuss Kansas in wesentlich besserer Verfassung, als auf dem Album "The Dawn of Time" von 1998. Die Band überraschte das Publikum mit kleinen, feinen ELP/ Mussorgsky Zitaten gegen Ende des Gigs. Ihr epischer, nicht zu düsterer Sound wusste durchaus zu gefallen, neben dem sichtlich gut gelauntem Frontmann gefiel vor allem Drummer Christopher Struwe mit einer guten Performance und noch besserer Stage-Präsenz. Das Urgestein der Shadies war in der After-Show-Party gefragter und gewitzter Gesprächspartner.

Das Ergebnis der Progparade liegt auf der Hand: Progressive Rockmusik interessiert durchaus das Publikum, Bands aus dem Underground haben sehr wohl eine Chance sich einem größeren Kreis zu präsentieren.

Wenn das Event dann allen auch noch so viel Spaß macht dann kann man nur sagen: Join the Progparade 4.

Progressive Newsletter


A Night in Progressive Rock

Shades of Dawn, Thoughtsphere, Poverty’s no Crime

Spektakulum Düsseldorf (13.12.1997)


Das grundlegende Problem, an dem der Progressive Rock von jeher krankt, ist ein Konzept, das sich mit der Orientierung auf musikalische Gestaltungsmittel der klassisch-romantischen Musikepoche als extrem regressiv erweist. Dazu gehören beliebte Elemente wie umfangreiche komplexe Liedstrukturen, Zitate aus der klassischen Musik und artistischen Virtuosen. Dieses Problem hatten aber die drei Bands, die im Spektakulum im Rahmen einer "Night in Progressive Rock" auftraten, nicht.

Denn Shades of Dawn und Thought Sphere (beide aus Düsseldorf) sowie Povertys no Crime (aus Bremen angereist) hielten zwar in ihren kopflastigen Darbietungen auf spieltechnisch hohem bis sehr hohem Niveau, aber auch weit entfernt von jeglicher Progressivität. Vielmehr wurde mit hohem Materialaufwand an Instrumenten und musikalischer Fingerfertigkeit herkömmlicher Heavy Metal geboten, wie man ihn aus den frühen achtziger Jahren kennt, der meist mit langen brillierenden Improvisationen über Synthiekaskaden elaboriert wurde.

Überzeugen konnten damit lediglich die Gäste aus Bremen, Zwar handelte es sich auch bei ihnen nicht um den angekündigten Progressive Metal, aber mit ihrer Darbietung zeigten sie sich in Hinblick auf Songwriting und Zusammenspiel doch als die beste Band des Abends. Will man unbedingt nach Fehlerquellen suchen, so ist man bei Schlagzeugern an der richtigen Adresse.

Im Falle der Shades of Dawn war auch nicht nur von progressivität keine Spur, auch Spuren von Rock waren schwer auszumachen. Diese Combo schien in ihrer Entwicklung als Band frühzeitig am Ende angelangt zu sein als habe man sich mit dem Ziel, Progressive Rock im Stil der großzügigen Vorbilder Yes oder Kansas zu spielen, selbst ein wenig überfordert. Es erscheint schwer nachvollziehbar, warum man nach über zwanzig Jahren, nachdem der Progressiv Rock ursprünglicher Prägung durch die Revolution des Punk Rock den Todesstoß versetzt bekommen hat, immer noch auf diese Art Musik setzt und dabei die gleichen Fehler macht wie damals.

Rheinische Post, 16.12.1997


 

Shades of Dawn – "The Dawn of Time"
- Early Birds EB 003 -


Bombastischer ProgRock vom Rheinufer

Da ich das Album als ein beachtliches Stück Musik betrachte, gibt es hier die Review auch noch ein Jahr nach Erscheinen. "Shades of Dawn" spielen gleich mit zwei Tastenmännern, allzu logisch, dass der Sound einfach bombastisch rüberkommt. Schon die ersten Töne verzücken, melodische Keyboards von Beginn weg, bleibt sofort im Ohr hängen, "I don't Understand" wirkt bombastisch, und doch kommt es flockig leicht rüber, ne tolle Nummer. Erwähnenswert auch der Gesang. Dumpfes Schlagzeug eröffnet "Threads of Reality", eine kompakte Keyboardunterlage begleitet den Song, Gesang und Refrain können mehr als überzeugen. Ab der dritten Minute sollte man sich den Instrumentalpart mal reinziehen, grandios. Keyboardmässig beginnt auch "Lost in Reverie", und an dieser Stelle muss ich es einfach loswerden, die Verschmelzung der Instrumente und des Gesangs ist bis hierhin nahezu perfekt, die Breaks überzeugend, die Gitarrensolos packend, phantastisch, so stelle ich mir ProgRock vor!!! In die klassische Richtung geht das zweiminütige "Toccata con fuoco", das eine ganz brauchbare Klaviernummer ist. Der Übergang zum Instrumental "Ulysses Rollercoaster" ist geradezu nahtlos, und das in vier Parts unterteilte Stück zeigt viel Kreativität und Spielwitz. "Plenty of Gold" beginnt mit einem Intro, könnte einen Sonnenuntergang an einem stillen Gewässer darstellen, mit einem Haufen Frösche und so Zeugs, bin mir aber nicht ganz sicher. Auf alle Fälle sind die Synthi- und Schlagzeugeinsätze hervorragend, abgerundet wird das ganze durch total einfahrende Gitarrenriffs, das ist Spitze. Es sind immer wieder Rhythmuswechsel angesagt, der Gesang passt da rein wie die Faust aufs Auge. Mehrstimmig beginnt "Sometimes", satter Keyboardteppich als Unterlage, ein Schlagzeug, das sich wieder zum wiederholten Male so richtig in Szene setzt, sehr gut, auch wenn es anfangs nicht so progmässig angesiedelt ist. Auch hier werden immer wieder Stimmungswechsel vollzogen. Das letzte Teil ist dann anfangs ein wenig straighter angelegt, kommt aber nicht minder schlecht rüber, die Ergänzung, Schlagzeug, Keyboards und Gitarren sind absolut phantastisch, nicht nur bei "March for Love", sondern auf der vollen Länge des Albums. Progressive Corner (Schweiz) 

Progressive Corner (Schweiz)


Strongly recommended !!!


Gleich der Opener "I Don´t Understand" läßt bei mir den Eindruck aufkommen, daß es sich hier im Höchstfall um eine deutsche Durchschnittsband handelt. Shades of Dawn wissen aber anschließend, mich in ihren Bann zu ziehen und ich genieße die 69 Minuten ohne Reue. Geboten wird eine CD voller satter Keyboardsounds Marke Keith Emerson (besonders das kurze, klassisch angehauchte Piano-Stück "Toccata Con Fuoco" und das sich anschließende Instrumental-Stück "Ulysses Rollercoaster"), wie ich sie schon lange nicht mehr gehört habe. Dabei wird aber auch der Gitarre genug Platz zur Entfaltung gelassen, die teilweise sehr schön vor sich hin frickelt. Auch die Drums sind verspielt und bieten mehr als eintöniges Tamtam. Der teilweise mehrstimmige Gesang ist sehr gut gelungen und erreicht auf der Frank-Bornemann-Skala glücklicherweise nur einen sehr geringen Wert. Acht Songs mit zwischen 8 und fast zwölf Minuten lassen nirgendwo Langeweile aufkommen. Einflüsse von altbekannten Bands wie Yes und Pink Floyd sind unbestreitbar, aber ein eigener Stil ist klar zu erkennen. Endlich mal wieder eine Band, die ihre Kompositionen nicht am Reißbrett entwickelt. Wer auf stark keyboardorientierten Prog steht, sollte hier unbedingt zugreifen. Für mich sind Shades of Dawn einer der deutschen Höhepunkte der letzten Monate. Prädikat "Strongly recommended ".


Empire Magazin


Zugreifen !!!

Es beginnt sehr bombastisch. Orchestrale Töne dringen zu mir herüber. "I Don´t Understand" baut sich in einem leicht düster-melancholischen Spannungsbogen auf, lauernd... und auf einmal ein Gefühl, daß Dir die Farbenprächtigkeit eines herrlichen Spätsommers vor dem inneren Auge projiziert. Die sieben folgenden, zum Teil sehr langen Tracks (bis zu 11:57) erscheinen wie aus einem Guss, ohne Durchhänger, hypnotisch, bombastisch, fesselnd - zum Teil an Genesis, Manfred Mann's Earth Band und Alan Parsons Projekt angelehnt. Mainstream-Fans dieser Kategorie können wieder getrost zugreifen!

Westzeit


Ein Schmankerl für alle Liebhaber des melodischen Prog-Rocks

Diese CD ist ein Schmankerl für alle Liebhaber des melodischen Prog-Rocks. Hier brauche ich nicht auf einzelne Titel näher eingehen. 69 Minuten lang werden Melodiebögen aufgebaut, die zum Träumen anregen. Keyboards und Gitarren ergänzen sich hervorragend. Eine sehr gelungene Produktionder Düsseldorfer. Klasse!


German Rock News


 
Kaufempfehlung !!!

Die Produktion ist ausgewogen, und die Musik weiß durch 
ausgefeilte Arrangements und Komplexität zu überzeugen. Kaufempfehlung !


Magic Mirror


 

Eine wunderschöne Melodie nach der anderen

Shades of Dawn schüttelt locker eine wunderschöne Melodie nach der anderen aus dem Ärmel, läßt sich Zeit für ausgereifte Instrumentalparts, sowohl von Gitarre als auch von den Keys und schafft es immer wieder, Passagen zu integrieren, bei denen der Zuhörer spontan sagt: ,Mann, das war jetzt ja richtig gut!" 

Melodic Journey


 

Da kommt Komponistenfreude auf....

Auch die Progrocker SHADES OF DAWN aus der Stadt der TOTEN HOSEN lieben sauberst zelebrierte Harmonien. Kitschig wirkt "The Dawn Of Time" aber nicht. Zeit zur Entwicklung räumen sie ihren Stücken ein und so wundert es nicht, daß sieben der acht Titel um die fast zehn Minuten für sich beanspruchen. Vorbilder wie YES lassen grüßen. Trotz der überlangen Spielzeiten kommen Durchhänger nicht vor. Ausgedehnte Piano- und Synthesizerpassagen lösen sich immer gekonnt mit gescheiten Gitarrenaktivitäten ab. Alles sitzt im richtigen Verhältnis zueinander. Da kommt Komponistenfreude auf, zu 100 Prozent aus eigenen Federn. Die locker und entspannt wirkenden Arrangements umschiffen großzügig alle Ecken und Kanten. Eine ordentliche Produktion wirkt für den letzten Schliff. So ist es auch nicht nötig einzelne Songs besonders herauszustellen. 

Hanf Magazin


  

Shades of Dawn – From Dusk till Dawn
MUSEA FGBG 4692



Shades Of Dawn spielen schon recht lange zusammen und hatten bereits mit "The Dawn of Time" ein sehr passables Album ins Rennen geworfen. Dazu mehr an anderer Stelle.

Das Songmaterial ist nicht neu und stammt aus den Jahren 1994 und 2004. Im Jahr 2005 wurde das Album dann im 'Klang Planet Studio' in Neuss gemastert. Und eines gleich vorweg: Der Sound auf der CD überzeugt, alles ist recht druckvoll, klar und differenziert. Die gesamte Produktion macht einen sehr professionellen Eindruck.

Wenn man die Homepage der Band betritt, dann stellt man fest, dass die Truppe ihre eigene Musik mit Artrock/Progressive Rock umschreibt, dessen Einflüsse von Bands wie Eloy oder Kansas stammen. Nun, ich kann mich dem vorbehaltlos anschließen. Die 70er Jahre schwingen bei den Songs für meine Begriffe immer wieder im Hintergrund mit. Macht auch nichts, immerhin zähle ich mich auch zu den Eloy-Fans.

Die Musik ist sehr keyboardlastig, was eine andere Besonderheit aufwirft. Die Band spielt mit zwei Keyboardern. Ergänzt wird das alles von einem sehr einfühlsamen Gitarrenspiel von Hans Jürgen Klein. 

Musikalisch wird sehr viel geboten, nach einem imposanten, Synthie-geprägten Intro reihen sich die Stücke mit Abwechslung. Shades Of Dawn rocken auch mal geradeaus und machen die Musik leicht verdaulich. Da gibt es teilweise leicht eingängige Melodieabläufe im Song "Confused", man trifft dann auf Boogie-Rhythmen bei "President Why". Es werden Chorgesänge implementiert und in "Bombs" dominiert zeitweise eine sehr rockige Gitarre. Entgegen dem Titel "Burning Drums" gibt es hier auch sehr ausschweifende Gitarrensoli. Und die Geschichte "Prelude" und "Memories" lässt es von Anfang an recht dramatisch angehen. Im Übrigen mein Anspieltipp!

Die Präsentation ist sehr gut aufgemacht, incl. einem schönen Booklet. 

Rocktimes


Die 11 Songs (darunter 3 kurze Instrumentals zwischen 1-3 Min.) von “From Dusk Till Dawn” haben ihren Ursprung größtenteils Mitte der 90er. Beginnend mit einem kurzen Synthie-Intro, welches nahtlos in den eigentlichen Opener “Confused” übergeht, dessen teilweise eingängige Melodie Ohrwurmcharakter besitzt. 

Im folgenden “President Why” treten die Gitarren in den Vordergrund und begleiten anschmiegsam die beschwingten Keys. So auch beim brillianten Longtrack “The Silent Death Of A Mother´s Heart”. Mit melancholischem Chorgesang präseniert sich die Ballade “I Never Thought” bevor uns der Longtrack “Bombs” mit rockiger Gitarre und etlichen Tempowechseln aus den Träumen reißt und von Drummer Chris gesanglich beendet wird. Einfach genial finde ich die mystische Gitarre im Mittelteil des 9-minütigen “Burning Drums”. Und wer wie ich dachte, in diesem Song würde uns ein ausgefallenes Drumspiel erwarten, Pustekuchen; stattdessen beendet Drummer Chris den Track mit einer weiteren Sangeseinlage, gefolgt von Sirenen der eintreffenden Feuerwehr (das Mikro brennt!). Bis zur Löschung genießen wir die zwei instrumental Stücke “Wolke” (0.56) und die klasse Gitarre von “Prelude” (2.49), dass als Intro zu “Memories” dient, welches diese 55 minütige CD gefühlvoll ausklingen lässt. 

Fazit: Auch mit “From Dusk Till Dawn” haben `Shades Of Dawn´ ein abwechslungsreiches und interessantes Album abgeliefert, wenngleich es gegenüber dem Vorgänger kürzer geraten ist. 

Musikzirkus


From Dusk till Dawn ist ein Album, welches aus frühem Material besteht. Aber neu aufgemischt. Es ist sehr gut produziert, lässt sich angenehm hören und in eine andere Welt eintauchen. Etwas ungewöhnlich für Shades ist die wunderschöne Ballade "I Never Thought" welche aus der Feder von Karl Nothen stammt. Einem Gründungsmitglied, das 1993 das Handtuch warf. Der Rest ist typisch Shades, bis auf zwei Lieder: "Burning Drums" - mein Favorit und "Bombs" bei denen Chris Struwe jeweils eine Strophe singt. Was den Songs eine andere - und keine schlechte - Note gibt.

Wer mehr über die Songs wissen will, sollte sich das Album kaufen. Nicht nur wegen der Musik, sondern auch wegen der Detailinfos zu den Songs. Auf der Cover Rückseite steht auch noch - in Englisch - etwas zur Entstehung das Albums geschrieben.

Alles in allem eine gelungene Produktion, die das Warten auf das neue Album verkürzt.

Bestforme Rockpage 


Wir hatten von der aus Düsseldorf stammenden Band Shades of Dawn schon seit 1998 nichts mehr gehört, das Jahr in dem das schöne The Dawn of Time herausgebracht wurde. Dadurch war die Befürchtung, dass es diese Band nicht mehr gibt, nicht ganz unbegründet. From Dusk till Dawn scheint das Gegenteil zu beweisen, aber der Schein trügt. Wir sprechen hier nämlich nicht von neuer Musik, sondern vielmehr von noch nicht veröffentlichten Demos, die bereits in 1994 aufgenommen wurden. In 2003 wurden diese erneut bearbeitet und sorgfältig erneuert. Vier Songs wurden ein Jahr später sogar ganz neu aufgenommen. Das geschah durch den "harten Kern" der Band: Gitarrist/Sänger Hans-Jürgen Klein, Keyboarder Peter Schneider und Drummer Chris Struwe. Daneben bestand das Line-up in 1994 aus Keyboarderin Annette Schepermann und dem in 2000 verstorbenen Bassisten Wolfgang Schmidt. Diese Gruppe stand Garant für eine Portion guten Neoprog mit einem "klasse" Tastensound und viel melodiösem Gitarrenspiel. Die Synthesizer-Soli schneiden manchmal wie ein Filetiermesser durch deine Symfo-Seele. Natürlich handelt es sich um 100%-igen Klischee-Symfo, aber von dieser Sorte können wir nie genug bekommen! Die Band lässt auch auch ausreichend Raum für Instrumental-Passagen. Hier und dort kann man mal hören, dass es Demos sind und es hätte noch ein wenig mehr herausgeholt werden können. So scheinen dem fast 10 Minuten dauernden Burning Drums wesentliche Keyboardeinlagen zu fehlen. Aber im allgemeinen sind die Aufnahmen CD-würdig, sowohl spieltechnisch, kompositorisch als auch soundmäßig. Das macht das Album zu einer willkommenen Bereicherung deiner Sammlung.

I/O Pages, NL


 

Die Düsseldorfer Art- oder Progressive Rockband Shades of Dawn legt mit "From Dusk till Dawn" nun endlich ihre langerwartete zweite CD vor. Eigentlich ist es deren erste CD, da die Titel zum Teil schon seit 1994 existieren, also vor dem ersten veröffentlichten Album entstanden.
Die fünf SHADES OF DAWN kultivieren reinrassigen Artrock in der Tradition klassischer Favoriten: YES, PINK FLOYD, CAMEL, KANSAS, SAGA, ELOY etc. Die kleinen Rock-Sinfonien der Rheinländer bestechen durch Fingerspitzengefühl auf der Melodieebene, atmosphärische Arrangements und filigran ausgearbeitete Instrumentalauftritte. Es werden melodiöse, abwechslungsreiche Kompositionen geboten, mehrstimmige Gitarrenläufe, 12-saitige Gitarren, mehrstimmiger Gesang, bombastische Keyboards wie Chöre, Synthesizer und Mellotrone sowie auch atmosphärische, psychedelische Momente und interessante Breaks und Tempowechsel. Also alles, was das Herz von Freunden handgemachter, emotionaler Musik abseits des heutzutage allgemein vorherrschenden Einheitsbreies höher schlagen lässt.
Nun kurz zu meinen Eindrücken: Einzelne Titel hervorzuheben, fällt mir schwer! Es geht aber gleich toll los! Der Anfang der CD ist schon genial. Wenn nach dem Keyboard-Intro (Track 1) die gesamte Band einsetzt (Track 2), das ist als wenn ein Knoten platzt! Das ist Spielfreude pur! Ansonsten gefallen mir die längeren Stücke 4, 6 und 8 am besten, hier ist mein kleiner Favorit "Burning Drums". Sind aber alles tolle Teile, mit unglaublich viel Spielspass vorgetragen. Etliche Stimmungs- und Tempowechsel lassen die 7 bis 9 Minuten wie im Fluge verstreichen! Seid vorsichtig, wenn das Lied Nr.8 im Auto läuft! Das Ende ist sowas von gemein! Lauter Polizeisirenen mischen sich da klammheimlich in die Musik! Bin schon mehrfach darauf rein gefallen und hab blitzartig alle Spiegel gecheckt, bis ich es wieder mal bemerkt hatte, dass die Sirenen von der CD stammen!

Krautrock World


Shades of Dawn – Graffity's Rainbow
MUSEA FGBG 4866

 

Bei den Aufnahmen zu diesem Album war man mit allen nur erdenklichen
Schwierigkeiten konfrontiert: technische Probleme, Wasser im Proberaum und
zusätzlich noch Umbesetzungen. Kurz nach Erscheinen der CD verstarb dann
auch noch Gründungsmitglied Christopher Struwe, der neben den Drums für die
Backing-Vocals verantwortlich zeichnete. Glücklicherweise haben sich die
Schicksalsschläge nicht auf die Produktion ausgewirkt, die ganz im Geiste
des Neoprog der Neunziger steht. Massive Keyboardwände, geschmackvolle
Instrumentaltupfer, komplizierte Rhythmen und atmosphärische Klänge
bestimmen das Geschehen, das in der gut 25-minütigen Komposition "Graffity´s Rainbow" 
(inspiriert vom gleichnamigen Roman Thomas Pynchons) seinen Höhepunkt findet. 
Das clever aufgebaute Epos besteht aus acht Abschnitten, die sich stark voneinander abheben. 
Mal klingt es bombastisch/symphonisch, dann verzwickt proggig und auch klassische Anleihen 
sind zu finden (Schubert, Mussorgsky). Ein intelligent aufgebautes Album mit vielen Überraschungen.
Top-Track: Graffity´s Rainbow


Eclipsed Magazin

 


 

Einfach toll, wenn sich eine Band derart entwickelt: Obwohl die Fertigrundung dieses Regenbogens aufgrund diverser Widrigkeiten so lange dauerte, dass die Sache manchmal fast wie verflucht wirkte (eine Prog-Variante von Spinal Tap), gibt es für Band und Fans jetzt ein echtes Happy End: Gerade bei den "symphonischen" Arrangements, bei Gesang und Gitarre (Chef-Schatten Hans-Jürgen Klein) und Keyboards (zum Zeitpunkt der Aufnahme neben Bernhard Marx und Peter Schneider auch teils noch Cyrill Stoletzky) ist die Steigerung im Vergleich zu den Vorläufern "The Dawn Of Time" (1998) und "From Dusk Till Dawn" (2007) so immens wie erfreulich. Die ganze Pracht organisiert sich in vier vielteilige Longtracks. Schon "Battle... Won And Lost" begeistert, das klingt teilweise, als hätte Andy Latimer mit Triumvirat zu deren "Spartacus"-Zeiten gejammt. "The Eternal Recurrence Of The Same" verschont trotz strammer 14: Laufzeit mit endlosen Wiederholungen und liefert stattdessen mitsingbare Melodien satt, pumpende Orgelparts, konzertantes Flügelspiel, Marschmotive auf der Snare-Drum und hier teils an den großen Geoff Mann erinnernden Gesang. "Empty Vessels" malt Tony Banks-artige Landschaften, über denen u.a. Rick Wright-artige Synth-Soli kreisen. Auch die Bass-Beiträge (in diesem Fall von Chris Walter) sind besonders hörenswert. Das Titelstück schließlich erstickt jeden möglichen Restwiderstand mit Motiven von Franz Schuberts unvollendeter Symphonie und Themen von Mussorgskys "The Great Gate of Kiev" (danke lieber Promozettel) oder gekonnt untergehobenen "Tarkus"-Zitaten ("The Rising" - die hat mein phonographisches Gedächtnis noch ohne Schützenhilfe wiedererkannt ;-). Zwischendurch wabern Mellotron-Chöre, dräuen Kirchenorgeln ("Nemesis") oder ein Walking Bass swingt los ("Cafe Of Illusion).

gaesteliste.de


Nachdem die Scheibe in meinem Postfach lag und ich mal wieder absichtlich vor 
der Arbeit und vor Neugier 45 Minuten quer durch Wuppertal gebrezelt bin um in 
Ruhe zu hören, hier nun mal meine Meinung. 
Ich finde die CD und das Booklet sind NICHT GUT gelungen und damit lüge ich nicht. 
Würde nämlich eher mal sagen, die gesamte Shades of Dawn Packung ist 
SENSATIONELL GUT gelungen, ich bin da echt Baff. Alleine das Booklet ist ja 
schon sein Geld wert, eine wirklich bärenstarke Aufmachung zwischen den 
fantastischen Bildern von Richi Sieber und den eingefügten Songtexten. Absolut 
professionelle Arbeit die darin steckt und musikalisch ein MUSS für jeden 
Prog-Rock-Fan. Diese etlichen Rhythmuswechsel gepaart mit affengeilen 
Gitarrensolos, wunderbare Pianoeinlagen und wechselnde Sänger, teilweise 
richtig dramatologisch wie die Songs daher kommen ................. 

Tja, halt typisch "Shades of Dawn“, das hört man sofort. 

Ich sag mal "Glückwunsch SOD", da ist Euch sicherlich das beste Werk in eurer 
langen Bandgeschichte gelungen. 

KLARE KAUFEMPFEHLUNG ! 
In diesem Sinne grüßt ein wirklich stark beeindruckter Presi.

Krautrock-World.com


Die Fertigstellung von „Graffity’s Rainbow“ hat sich über einige Jahre 
gezogen, aber das lange Warten hat sich echt gelohnt. Das Album bietet 4 
Longtracks zwischen 11 und 25 Minuten, die meist in mehrere Parts unterteilt 
sind. 
Doch beginnen wir mit dem Opener „Battle Won… And Lost“, der mich irgendwie an 
Triumvirat erinnert. Eine traumhaft schöne Melodie, die sich trotz ihrer 
Komplexität sofort ins Ohr bohrt. 
Die Vocals in diesem Song werden von Drummer Chris dargeboten. 
„The Eternal Recurrence Of The Same” ist in drei Parts unterteilt und bietet alles
vom rockigen Gitarrenspiel, gefühlvollem Piano über symphonische Keys und mitreißenden Drums.
Den Gesang teilen sich Gitarrist Hans-Jürgen und Keyboarder Peter, wobei ich hier
besonders Part 3 hervorheben möchte. Eindringliche Melodie mit gefühlvollem klaren Gesang, der 
Wahnsinn. Mit „Empty Vessels“ geht es genauso beeindruckend weiter. Prog vom 
Feinsten bohrt sich ins Ohr – schöne Gitarrensoli und Bassbeiträge, 
symphonische Keys und klasse (Snare-) Drumeinlagen abgerundet mit Hans-Jürgens 
hoher Stimme – kreieren einen fantastischen Prog-Song. Der Titeltrack 
„Graffity's Rainbow” bietet mit seinen 25 Minuten u.a. Mellotron-Chöre, 
klassische Einlagen, Kirchenorgeln, ausgefeilte Gitarrensolos, jazzige 
Piano-Basspassagen, treibende Drums, sowie mehrstimmigen Gesang und erschließt 
sich dem Hörer aufgrund seiner Vielfalt und Komplexität erst nach mehrmaligem 
Hören. 

Also Anhören und wirken lassen! 
Bleibt zu guter letzt noch das 1A Booklet zu erwähnen, dass „gut leserlich“ 
zu jedem Song den Text und das zugehörige Line-Up beinhaltet. 
Fazit: Shades Of Dawn haben mit „Graffity’s Rainbow“ ihr bisher bestes Album 
abgeliefert. Melodiöse, abwechslungsreiche Kompositionen, mehrstimmiger Gesang, 
bombastische Keyboards und tolle Gitarrensoli machen dieses Werk wahrlich zu einem Genuss. 

Unbedingt reinhören oder besser ;-) gleich kaufen!
Prog Rock Forum

Düsseldorfs einzige Progressive Rock Band Shades of Dawn baut - 
besonders in den letzten Jahren - auf eine stetig wachsende Fangemeinschaft,
die weit über den eigentlichen Aktionsradius der Band hinausreicht.
Und das, obwohl oder besser gesagt, gerade weil ihre Musik unverändert
tief in den Artrockwurzeln der siebziger Jahre verwurzelt ist. 

Ähnlich wie die großen Ikonen Yes oder Camel lassen sich Shades of Dawn

ausreichend Zeit, bis ein neues Werk veröffentlicht wird. Graffity´s Rainbow, 
der dritte Album von SOD, brauchte lange Jahre, bis auf dem Master wirklich alles so klang
 wie es klingen sollte - obwohl die Stücke längst live erprobt und von den Fans
durchweg begeistert aufgenommen worden waren. Wie dem auch sei, das Warten
hat sich voll und ganz gelohnt. 
 

Auf vier Longtracks (bis zu 25 Minuten) dominiert symphonischer 

auf höchstem Niveau. Die Düsseldorfer bestechen durch erstaunlich gut gelungene
Melodiebögen, verziert mit wunderbaren Gitarrenläufen, abwechlungsreichen Keyboards
und gefühlvollem Gesang. Doch damit nicht genug der Romantik: Als weitere Sahnehäubchen
sogar Zitate aus Franz Schuberts "unvollendeter" Sinfonie und
 Mussorgskys Suite "Bilder einer Ausstellung". 

recordfair-berlin.de

Ein Festmahl für Symphomanen

Endlich ist es erschienen, das neue Album der deutschen Progband Shades of Dawn.

Zahlreiche Besetzungswechsel haben die Aufnahmen zu "Graffity's Rainbow"
zwischen 2004 und 2010 verschleppt. Das Vorläuferalbum "The Dawn Of Time" datiert
bereits von 1998, das tatsächliche Debüt "From Dusk Till Dawn" erschien erst 2005.

Mit zwei Keyboardern und vielfältigem Gebrauch von Effektpedalen durch

Gitarrist und Bassist darf ein breitgeführter, symphonischer Stil erwartet werden. Übrigens
auch was die Länge angeht: Die vier Tracks - unterteilt in Kapitel - laufen zwischen
11 und 25 Minuten. Ein Festmahl für Symphomanen.

Man stelle sich eine Kreuzung zwischen den deutschen Sympho-Riesen Eloy und 

en britischen ELP vor. Als Ehrbezeugung vor letztgenannten endet
"Graffity's Rainbow" mit "The Rising", das eigentlich eine Interpration des
ELP-Klassikers "Pictures At An Exhibition" ist.

damusic.be

 

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute so nahe liegt?? 
Wer sich für die Musik von ELP, Camel, Eloy oder Uriah Heep erwärmen konnte und kann,
 ist bei der Düsseldorfer Rockformation "Shades of Dawn" bestens aufgehoben.
 Unbestreitbar sind die Einflüsse der oben genannten Bands. Unstrittig ist auch, 
dass die fünf Musiker um Hans-Jürgen Klein (Gitarre, Gesang) mit eigenen Kompositionen zu überzeugen wissen. 
Auch bei dem nun vorliegenden dritten Album, nach "The Dawn of Time" (98) und "From Dusk till Dawn" (07) 
zeigt das Diagramm kontinuierlich nach oben. 
Geschuldet nicht zuletzt der diesmal hörbar verbesserten Aufnahmetechnik.

Graffity's Rainbow liefert vier Songs. Zwei davon in mehrere Parts unterteilt. 

Schon die Einleitung zu dem mit knapp 12 Min. kürzesten Stück hält die Vorfreude weiter aufrecht. 
Stilistisch breit gefächert, aber nie überladen und mit einer schönen Melodie, 
sorgt "Battle won....and" für einen mehr als gelungenen Einstieg. 
So muss es sein. Mit "The eternal recurrence" (14 Min. Part III) erreicht das Ganze einen frühen Höhepunkt. 
Viel Zeit zum Luft holen bleibt auch bei "Empty Vessels" (15 Min.) nicht. 
Denn gleich im Anschluss eröffnet die Band mit Chorgesang und bombastischen, ja fast symphonischen Keyboard- 
und Orgelklängen a la Rick Wakeman ihr Opus "Graffity's Rainbow". 
Dieses gipfelt nach 25 Minuten in einem grandiosen Finale zu der Melodie "The End", 
aus dem Album "Pictures at an Exhibition" von Emerson, Lake and Palmer.

Fazit: Der Gesamteindruck ist mehr als befriedigend. 

Ausdrucksvolle Keyboard- und Klaviereinlagen gepaart mit fesselnden Gitarrensoli, 
mehrstimmigem Gesang und ausgereiften Kompositionen lassen die oben genannten Bands "fast" vergessen.    

Tipp: Öfter hören!!


Toys News


 

Shades of Dawn gehören zu den Bands, die ungeachtet aller Zeitströmungen die Fahne des 70er Jahre Prog-Rock 
hoch in den (Gegen-) Wind halten. Vertrackte Rhythmen, knackige Bassläufe, ausufernde Duelle zwischen flächigen
 Keyboards und harten Gitarren, dazu akustische Zwischenspiele, Fantasy Artwork und bildhafte Lyrik lassen die 
Herzen der Fans progressiver Rockmusik höher schlagen. Kurz gesagt: Prog-Rock, wie er sein muss!

Good Times


 

Im Jahr 2007 erschien die CD „From Dusk Till Dawn“ der deutschen Rockformation Shades Of Dawn.
 Ihr Nachfolger wurde im Jahr 2010 fertig gestellt und erblickte im Jahr 2011 bei MUSEA das Licht der Laser. 
Die neue CD trägt den Titel „Graffity's Rainbow“. Die Band bestand zum Zeitpunkt der Einspielung 
aus Hans-Jürgen Klein (Gitarre, Gesang), Peter Schneider (Keyboards, Gesang, Bass Pedale), 
Chris Struwe (Schlagzeug, Gesang) und Cyrill Stoletzky (Keyboards, Pianoforte, Orchestration). 
Bei einigen Stücken wirkten auch noch als Gastmusiker Edzard Schmidt und Chris Wälter am Bass mit. 

Bernhard Marx und Klaus Lohr stießen erst später dazu, als die Aufnahmen bereits zum größten 
Teil fertiggestellt waren. Leider ist mittlerweile der langjährige Schlagzeuger Chris Struwe verstorben.
 

Zwar zeigt der Player 13 Titel an, das Album enthält allerdings nur vier Longtracks, 

von denen zwei in drei bzw. acht Parts unterteilt sind. 
Thematisch nimmt einen die CD auf den langen, dunklen Highway zum Polarkreis mit, 
auf dem es keine Lichter oder Straßenbeleuchtungen gibt. Es ist quasi ein Weg ohne Rückkehr. 
Es ist eine Illusion, ein „Graffity's Rainbow“. So ähnlich beschreiben es die Musiker im Booklet. 
Das klingt jetzt sehr düster, doch so dunkel ist die Musik dann zum Glück doch nicht.
Gestartet wird mit dem elfminütigen Track „Battle Won ... And Lost“, der gleich zeigt, in welche Richtung 

die Band sich auf dem Album bewegt. Stilistisch zeigen Shades Of Dawn eine Mischung 
aus 70'er Jahre Rock, Prog- und Krautrock der melodischen Variante. Bei der Musik fallen mir gleich die
 unterschiedlichsten Formationen aus den 70'ern ein, ohne das hier aber Plagiat betrieben wird 
oder dem Hörer etwas antiquiertes vorgesetzt würde. 
Die Musik klingt zeitlos und klanglich sehr gut abgestimmt.
Schon der Opener bietet tolle Soli und Instrumentalpassagen, denn der Gesang steht hier eindeutig

 nicht im Vordergrund. Die Arrangements sind sehr gut ausgearbeitet. Es gibt zahlreiche Strukturwechsel und Breaks
 in der Musik, die den einzelnen Longtrack spannend halten.
 

„The Eternal Resurrence Of The Same“, das in drei Parts unterteilt ist und auf insgesamt mehr als 13 Minuten kommt, 

schließt sich an. Zu Beginn liebäugeln die Musiker dabei ein wenig mit Bands wie Grobschnitt oder Eloy. 
Hatte den Eröffnungstrack noch Schlagzeuger Struwe gesungen, so sind jetzt Hans-Jürgen Klein und Peter Schneider am Mikro zu hören.
 Hier klingt mir der Gesang allerdings eine Spur zu dünn. Das ist aber auch schon der einzige Kritikpunkt. 
Streckenweise kommt Pink Floyd-Feeling (zu „Dark Side Of The Moon“-Zeiten) auf, wenn der Backgroundgesang angestimmt wird.
 

Als nächstes steht dann das 15minütige „Empty Vessels“ auf dem Programm. 

Auch dieser Longtrack bietet alles, was man von einem solchen erwarten kann. Besonders gefallen mir hier die langen
 Instrumentalstrecken, die mich auch an Bands wie Novalis, Eloy & Co. erinnern.
 

Den Abschluss bildet dann das achtteilige Titelstück, das es auf satte 25 Minuten bringt. 

Hier finden sich dann auch klassische Motive wieder. Das Windrauschen versetzt den Hörer in den hohen Norden. 
Man kann sich zu den anfänglichen klassischen Sounds und Melodiemotiven gut eine unterkühlte, nordische Landschaft 
vorstellen, die im Dunkeln liegt. Genau so gut kann man sich eine große Kirche vorstellen, da es durchaus sakrale Anklänge
 in der Musik von „Nemesis“, dem ersten Part des Titelstückes, gibt. Aber schon mit der kurzen Überbrückung „Crossing“ 
kommen rockige Klänge in die Musik, die stilistisch wieder in die 70'er Jahre zurückreichen. So klingen die Keyboards in 
einigen Passagen recht ELP-mäßig. Ein sehr schöner, abwechslungsreicher Longtrack.
 

Ausgeliefert wird die CD in einem Jewelcase mit zwölfseitigem Booklet in dem sich alle Texte und 

auch einige mystische Computergrafiken wieder finden.
Mit „Graffity's Rainbow“ haben Shades Of Dawn ein wirklich gutes Album in der Tradition der 70'er Jahre - 

mit den Stilmitteln der heutigen Zeit - produziert. Wer die Musik dieser Epoche gerne hört, der bekommt mit dem 
neuen Album genügend neues Futter für die Ohren. Mir gefällt das Album jedenfalls sehr gut.
 

Musikzirkus, November 2011


top